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Schon der Beginn der Abendgesänge des Pfarrverbands Gemünden war ungewöhnlich und laut: Die Trommelgruppe „Samba Gemundo" zog mit einem flotten Rhythmus in die gut besetzte Pfarrkirche St. Peter und Paul in Gemünden ein. Ein „Löwengebrüll" mit Anklagen des Propheten Amos brachte altestamentliche Weckrufe, unterbrochen durch kräftige Trommelschläge, zu Gehör und setzte so die ungewöhnliche Gestaltung fort. Nach der Begrüßung durch Pastoralreferent*in Burkhard und Edith Fecher folgten Songs aus der Liedermacherszene wie „Die Freiheit“ von Georg Danzer oder „Großes Land“ mit Tim Linde, eindrucksvoll vorgetragen von Freddy Kraus, Edith und Burkhard Fecher.

Die kirchliche und politische Aufbruchstimmung der siebziger und achtziger Jahre spiegelte sich in manchen Liedtexten, um dann mit den durch die Trompete von Pastoralassistent Sebastian Walter vor dem Altar einstürzenden „Mauern von Jericho" bestätigt und aktualisiert zu werden. Ein gemeinsames Gebet „Für unsere Erde“ aus der Enzyklika „Laudato si" von Papst Franziskus brachte die heutigen Themen rund um den Klimawandel, Frieden und Gerechtigkeit ins Spiel.

Die Lieder „Einsam bist klein“, „Das weiche Wasser bricht den Stein" und das „Magnificat“ im Sinne von Maria 2.0 machten dem Publikum Mut, selbst laut zu werden und Kirche und Gesellschaft im christlichen Sinn zukunftsfähig mitzugestalten. Pastoralreferent Klaus Simon bedankte sich bei allen Mitwirkenden und betonte, daß das Aufstehen für Werte und den Glauben leicht verlernt wird und immer wieder neu eingeübt werden muß. „Gute Nacht Freunde" und ein Rhythmuspart von „Samba Gemundo" beendeten diese etwas anderen Abendgesänge.

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