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Ein bewegendes Konzert gaben „Freddy & Friends“ in der Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit in Gemünden als musikalisch- spirituellen Ausklang des Sonntags. Unter der Leitung von Friederike Kraus waren 60 Chormitglieder und Instrumentalisten, darunter  auch Kinder und Jugendliche bei diesen traditionellen Abendgesängen beteiligt.

Im Lied „Wasser unterm Kiel“ zu Beginn beschreibt der Liedermacher Tim Wilde, was er seiner Tochter mit auf den Lebensweg geben möchte: „Jetzt geh da raus und leb dein Leben, nur eines wurde dir gegeben. Hab Ehrfurcht vor der Schöpfung nur. Mach dich vor keinem Menschen klein. Du bist gemacht, um frei zu sein. Und folge keiner anderen Spur.
Diesen Gedanken eines selbstbewussten Kindes nahm Pastoralreferent Burkhard Fecher bei der Begrüßung in der vollbesetzten Kirche auf und erzählte ein Beispiel einer kindlich-kreativen Konfliktlösung aus der eigenen Familiengeschichte.
In weiteren Liedern wurden die Haltungen beschrieben, die junge Menschen brauchen, um ihren Platz in der Welt zu finden und ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Berührend trug die neunjährige Madeleine Heerlein das Lied „All das wünsch ich dir“ vor. Nach der Eigenkomposition von Friederike Kraus „Vertrau auf dich“ folgten die Lieder „Dust In The Wind“ von Kansas und „Krieger des Lichts“ von der Gruppe Silbermond. Dass Volkslieder tief in der Seele verwurzelt sind und menschliche Sehnsüchte zum Ausdruck bringen, zeigte sich, als alle Besucher einstimmten beim Lied „Die Gedanken sind frei“. Der sechsjährige, schon bühnenerfahrene Florian Kraus sang den Reinhard Mey-Klassiker „Menschenjunges“ mit so viel Gefühl, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Der Chor folgte mit „Jedes Kind braucht einen Engel“ von Klaus Hoffmann. Nach dem mit Humor umgetexteten Lied „Kinder an die Macht“ von Herbert Grönemeyer und einem Gospel-Medley sprach das Ehepaar Fecher einen Segen.
„Oh Happy Day“, „Von guten Mächten“ und das schwungvolle und gefühlvolle israelische Liebeslied „Erev shel shoshanim“ beendeten als Zugaben den Liederreigen. Burkhard Fecher drückte aus, was viele empfunden haben: „Lieder, mit so viel Seele vorgetragen, sind wie ein ‚geistliches Brot‘, von dem man noch lange zehren kann.“

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